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30 Minuten über eine reizvolle Stadt
Nachwuchsfilmer erstellen ein Filmportrait über Landau und sind für Preis nominiert

Landau. Professionell verpackt liegt sie da, die neue DVD über die Bergstadt. "Landau - Die Stadt An Der Isar", so lautet der Titel des Stadtportraits. Zwei Jugendliche haben den rund 30- minütigen Film hergestellt. Sie waren Produzenten, Drehbuchautoren und  Regisseure zu gleich, fungierten als Kameramänner, Tontechniker und "Cutter". Und sie sind sichtlich stolz auf ihr Werk, ist es doch inzwischen für einen Preis nominiert. Man merkt es auf den ersten Blick: Patrick Plischke (15) aus Landau und Benjamin Haasch (16) aus Reisbach würden ihr Hobby am liebsten zum Beruf machen. so leidenschaftlich wie sie von ihren ersten Schritten als Nachwuchsfilmer erzählen.

Schon vor einigen Monaten waren die beiden Realschüler zu Gast in der Redaktion der Landauer Zeitung, bauten ihr Equipment auf, legten dem Redaktionsleiter eine Liste an interessanten Fragen vor. Sie filmten aber auch beim Bürgermeister, wollten Eindrücke zeigen aus einer "verträumten, aber durchaus reizvollen Stadt", wie sie sagen.

Das Filmportrait liegt momentan in einer exklusiven Auflage von zehn Stück vor. Beim Bürgermeister waren die beiden schon und überreichten ihm zu seiner großen Freude ein Exemplar, kurz danach dem LZ-Chef Christian Eberl, der beeindruckt war vom Engagement der beiden jungen Leute.

"Unser größter Traum wäre eine Film, der im Kino oder im Fernsehen gezeigt wird", sind sich Patrick und Benjamin einig. Und dafür sind sie bereit, einige ganze Menge Arbeit, aber auch einiges an Unkosten und Mühen in Kauf zu nehmen Der finanzielle Erfolg seht bei ihnen nicht an erster Stelle.

"Voriges Jahr haben wir einen Film für die Religionsstunde gedreht." Das Werk war für damalige Verhältnisse exzellent, haben Zuschauer den beiden attestiert. Und sie damit bestärk weiterzumachen. So wurden die Filme immer besser. Sie drehten in Vilshofen ein 36-minütiges Werk über Köche, übertrugen ein Kochduell. Der Religionsfilm wurde inzwischen sogar fortgesetzt. Und in den Sommerferien würden sie gerne eine Tragikomödie in Szene setzen. Um sich Tipps und Anregungen zu holen, haben sie sogar den Tag der offenen Tür an der Filmhochschule München genutzt. "Das Stadtportrait wollten wir ganz anders machen", sagen die zwei Nachwuchsfilmer. Sie wollten keine gewöhnliche Reportage, als Moderatoren vor Ort führen sie durch den Film und zeigen "Impressionen einer Stadt"

  Dafür braucht es natürlich die nötige Ausrüstung. Und das geht ins Geld. Ursprünglich haben die beiden mit einer Sony Digital8-Kamera begonnen. Inzwischen verfügen sie über eine weitere Sony-Kamera, das die bewegten Bilder im Mini-DV-Format aufnimmt. Sind alle Aufnahmen auf Band, wird auf den Rechner überspielt, in stundenlanger Kleinarbeit geschnitten und schließlich für die DVD gerändert, wie der Fachmann sagt. Mit der Software "Magix Video Deluxe" lässt sich da vieles machen, was sonst nur teure Videoschnittprogramme beherrschen. Und für den richtigen Ton sorgt ein Mikrofon auf einer Tonangel. Zu Hause haben sie sogar schon eine "Greenbox" eingerichtet, die zum Beispiel eine virtuelle Landschaft in den Hintergrund projiziert.

Ein bisschen rentiert hat sich die viele Mühe schon. Denn ein Vermögensberater hat den zwei Jugendlichen schon einen Auftrag für eine Internetpräsentation erteilt. Richtig Mühe gegeben haben sich Benjamin und Patrick auch mit der Verpackung des Landauer Films.

LZ-Chef Christian Eberl (v.r.) bewundert das Engagement der beiden Jugendlichen und freut sich über das Exemplar des Stadtportraits aus den Händen von Patrick Plischke (M.) und Benjamin Haasch (L.).

Im Hintergrund die Bergstadt-Kulisse mit der Stadtpfarrkirche St. Maria, ein Bild von der Isarbrücke und die markante Bahn dazu, so resümiert das Cover, worum es in etwa im Film geht. Alles ist mit guter Qualität gedruckt. Und auch die Silberscheibe ist professionell beschriftet. Wer mehr über die beiden erfahren will, schaut im Internet einfach unter der Adresse    www.hpb-studios.de.vu      nach. Und wird überrascht feststellen, dass die zwei Realschüler nominiert sind für den "Goldenen Schenk", dem Preis der Niederbayerischen JuFinale 2005.

"Mit unserem Film, Landau - Die Stadt An Der Isar" haben wir uns Anfang Oktober bei der JuFinale beworben." Jetzt haben sie das erste Auswahlverfahren überstanden und sind nominiert. Dem Gewinner winkt dieser Preis und eine Einladung zum Bayernweiten Finale 2006. "Unser Film wird mit allen anderen nominierten Filmen am 26. November in den Focus Cinemas Plattling aufgeführt", freuen sich Patrick und Benjamin und hoffen auf viele, die die Daumen drücken